Am Fluß die Weide



Am Fluss die Weide,
ungekämmt ihr offnes Haar.
Hat uns Tag für Tag gesehn
als das Jahr jung noch war.

Die Weide ist gefallen,
Wellen starrn als kaltes Glas,
Liebe zog ins warme Haus.
Unberührt schläft das Gras.

Einmal kommt wieder ein Jahr,
grün wird ein Weidenbaum sein,
gehen zwei ans laute Wasser.
Himmel groß und Erde klein.

Am Fluss die Weide,
ungekämmt ihr offnes Haar.
Hat uns Tag für Tag gesehn
als das Jahr jung noch war.

Grün stand die Sonne um uns,
silbern die Luft überm Fluss.
Und da war ein zartes Treiben.
Wasser war ein kühler Guss.

Suchen und Finden,
Lösen und Binden,
Fliehen und Bleiben.

Immer das alte Lied.

Steigen und Sinken,
Dürsten und Trinken,
Fliehen und Bleiben.

Immer das alte Lied.

Suchen und Finden,
Lösen und Binden,
Fliehen und Bleiben.

Immer das alte Lied.

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