Leere Hände


 


Frei wie die Geier

Keinen Schlaf und keinen Traum,
kein Licht am Horizont, um nach vorn zu schaun.
Bist nie zu früh, bist nie zu spät,
da unten merkst du nicht mal, wie die Zeit vergeht.
Oft sitzt du an der Bahnhofswand
und leere Augen sehn in deine leere Hand.
Die Flasche ist dein bester Freund,
ganz am Anfang hast du manchmal noch geweint.
Und ein Tag geht wieder vorbei,
ohne dich an dir vorbei.
Und immer wieder nachts - vogelfrei
in deinem Niemandsland.
Dein Leben ist Vergangenheit.
Wie Strandgut treibst du weiter in die Einsamkeit.
Du denkst: Warum gerade ich?
Auch wenn du müde bist,
so sterben willst du nicht.
Und ein Tag geht wieder vorbei,
ohne dich an dir vorbei.
Und immer wieder nachts - vogelfrei
in deinem Niemandsland.

Bewertung: 6,10

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